Publiziert am 04.04.2017 um 08:51 Uhr. Kategorie: Veranstaltungen, Top-News, Berichte

Damit Bildung auch morgen noch verlässlich funktioniert

Digitale Transformation ist längst in den deutschen Schulen angekommen. Nur mangelt es an vielen Schulen nach wie vor an der nötigen Breitbandanbindung und der technischen Ausstattung in den Klassenzimmern, um die zukunftsweisenden Möglichkeiten in den Unterricht zu implementieren. Die niedersächsischen Berufsschulverbände BLVN und VLWN fordern daher einen Masterplan für digitale Bildung und haben auf dem heutigen Berufsschultag in der MMBBS dafür 5 Leitpunkte definiert:

·       Gigabit für alle Schulen

·       Freies WLAN immer und überall

·       Einbindung der schülereigenen Endgeräte (bring your own device)

·       Nachhaltiges Fortbildungsangebot für Lehrkräfte

·       Juristisch rechtssichere Inhalte in der Cloud

Forderungen, die auch die anwesende Kultusministerin Frauke Heiligenstadt unterstreichen konnte und hier Handlungsbedarf sah. In ihrer Begrüßungsrede sagte die SPD-Politikerin, dass sowohl die technisch notwendigen Standards geschaffen werden müssten als auch ein adäquates Fortbildungsprogramm aufgelegt werden müsse. „Hierbei ist es wichtig, dass wir flexibel bleiben, denn die Anforderungen wechseln ja quasi wöchentlich. Ebenso wichtig ist es die Wirtschaft als Partner mit an Bord zu holen, um die Lehrinhalte auf die Bedürfnisse der Arbeitgeber abstimmen zu können“,  sagte Heiligenstadt.

Gut 100 Fachlehrer, Kammer- und Wirtschaftsvertreter sowie die bildungspolitischen Sprecher der Fraktion des niedersächsischen Landtages diskutierten auf der Fachtagung die Vorgehensweise, um Lehrkräfte auf die Herausforderung der digitalen Transformation vorzubereiten.

Dabei ist Niedersachen im Bundesvergleich bei dem Thema ganz weit vorne: Mit der Niedersächsischen Bildungscloud ist der Startschuss hin zum digitalen Klassenzimmer im November 2016 gefallen. 25 allgemein- und berufsbildende Schulen arbeiten seit Ende Februar mit der Cloud, definieren Standards und entwickeln Unterrichtsinhalte,  die dann auf den schülereigenen Smartphones und Tablets jederzeit abrufbar sein werden. In den nächsten 2 Jahren soll eine kollaborative Lernplattform entwickelt werden, die gruppenbezogenes Lernen schulbezogen, schulübergreifend und schulformübergreifend ermöglicht. Initiator des Projekts ist die Landesinitiative n-21.


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