ProReKo - Artikel Expoplaza

Artikel aus der EXPOPLAZA zu ProReKo   (2006)

EDUPLAZA ist ONLINE
 
Die neue Kommunikations- und Kooperationsplattform EDUPLAZA ist ONLINE und wird ab dem Schuljahr 2006/2007 eingesetzt.
 
Über einen Terminplaner, einen Stundenplan, Mitteilungsboards und differenzierte Aufgabenzuweisung können feste Termine, allgemeine Informationen und spezielle Arbeitsaufträge an Einzelne, Projektgruppen oder Klassen verteilt werden. So ist es denkbar, dass ein Klassenlehrer die seine Klasse betreffenden Informationen zu Klassenfahrten, Anschaffung von Schulbüchern, Unterrichtsausfall, Abgabetermine für Referate etc. auf der Plattform einstellt und darüber seine Zielgruppen Ausbilder,  Elteern und Schüler direkt erreicht. EDUPLAZA.DE stellt verschiedene Kommunikationswerkzeuge zur Verfügung, die den synchronen und asynchronen Austausch mit allen Beteiligten ermöglichen.
 
Beispielsweise können damit Bekanntmachungen der Schulleitung, der Lehrkräfte, der Schülervertretung, der Elternvertretung oder des Fördervereins allen zugänglich gemacht werden. Es können Materialien und Arbeitsergebnisse auf der Plattform abgelegt und einem definierten Personenkreis zugänglich gemacht werden. Zurzeit bereiten sich die Lehrkräfte der MM-BbS intensiv auf den Einsatz der EDUPLAZA vor. Alle Schülerinnen und Schüler ab dem Einschulungsdatum 01. 08. 2004, die noch an der Schule sind, werden spätestens zum neuen Schuljahresbeginn 2006/2007 einen individuellen Zugang erhalten.
 
Bernd Strahler; 05. Mai 2006

ProReKo
Vom Projektstrukturplan zu konkreten Maßnahmen
 
In der vorletzten Ausgabe der ExpoPlaza wurde ProReKo insgesamt vorgestellt. Hier sollen nun die einzelnen Bausteine und beispielhafte Umsetzungen erläutert werden. Insgesamt hat ProReKo fünf Projektbereiche (Arbeitsfelder):
 
Qualitätsmanagement,
Budget,
Bildungsangebote,
Personalmanagement
und Schulverfassung,

die weiter in Arbeitspakete gegliedert sind. Viele Lehrkräfte arbeiten in diesen Arbeitspaketen mit. Wie kommen die Schülerinnen, Schüler und Ausbildungsbetriebe in Kontakt zu den Arbeitsfeldern in ProReKo und den Ergebnissen?
 
Im Arbeitsfeld Qualitätsmanagement sind z.B. Befragungsysteme erarbeitet worden und Befragungen entwickelt worden, die den Schülerinnen und Schülern jährlich, den Betrieben zweijährlich und den Lehrkräften wiederum jährlich zur Beantwortung gegeben werden. In 2005 hat die Betriebsbefragung ergeben, dass viele Betriebe mit dem Unterricht der MM-BbS grundsätzlich zufrieden sind, in einzelnen Bereichen aber mehr Kooperation und Transparenz gewünscht wird. Dem entsprechend haben die so genannten Bildungsgangteams, also alle Lehrkräfte, die in einem Berufsbild/einer Schulform unterrichten, die betrieblichen Partner identifiziert und mit allen Kontakt aufgenommen, bzw. nehmen den Kontakt in diesen Wochen auf. Ziel ist es, über die traditionellen „Ausbildersprechtage“ hinaus eine Kooperation zu etablieren, die zum Beispiel Lehrerpraktika in den ausbildenden Unternehmen ermöglicht oder die gemeinsame Erarbeitung von Zusatzqualifikationen für die Auszubildenden sicherstellt. Die Ergebnisse der aktuellen Schülerbefragungen (haben Sie schon teilgenommen?) werden ganz konkret in den Klassenteams bzw. Bildungsgangteams analysiert und besprochen. Hier werden jeweils 2–3 konkrete Maßnahmen pro Schuljahr geplant und umgesetzt, die zum Beispiel die Verbesserung des Lernklimas thematisieren.
 
In Zukunft werden auch die Elternunserer noch nicht volljährigen Schülerinnen und Schüler, sowie die ehemaligen Schülerinnen und Schüler befragt, so dass auch deren Sichtweise auf die MM-BbS bei der Gestaltung unseres täglichen Miteinanders berücksichtigt werden kann.
 
Zusammengefasst werden alle Befragungen und die daraus abgeleiteten Maßnahmen durch ein Qualitätsmanagement (QM), das sich auf der Basis eines QM-Handbuches entwickelt und sich als Total-Quality-Management(TQM)- System begreift. Es umfasst also alle Bereiche der MM-BbS und versucht nicht isoliert an irgendwelchen „Schrauben“ zu drehen. Damit dies wirklich zu guten Ergebnissen führt, sind alle Lehrkräfte, aber auch Schülerinnen und Schüler, Eltern und Ausbilder aufgerufen, sich tatkräftigt zu beteiligen.
 
ProReKo kann insgesamt nur erfolgreich sein, wenn jeder individuell auch die vorgenommenen Verbesserungen spürt. Geben Sie uns ein Feedback, sie bringen uns weiter!
 
<st1 personname="#DEFAULT">Bernd Strahler</st1>, 02. Juni 2006
 

ProReKo -Wer bezahlt das alles?-
 
ProReKo ist ein so genannter Schulverfassungsversuch, der vom Kultusministerium Niedersachsen initiiert worden ist auf Beschluss des Landtages schon im Jahr 2001. Angesichts deutlicher Änderungen im Arbeits- und Beschäftigungssystem war und ist es von allen Parteien im nds. Landtag als notwendig angesehen worden, dass sich auch das Ausbildungssystem verändert und zukünftige Anforderungen besser erfüllen kann.
 
So erfolgte im Jahr 2002 eine Ausschreibung zur Teilnahme am Modellversuch, in der sich insgesamt 19 von ca. 140 öffentlichen Berufsbildenden Schulen in Niedersachsen mit ihren Konzepten durchsetzten. Am 1.1.2003 begann dann der Schulversuch. Er dauert bis Ende 2007. In diesem Zeitraum erhalten die teilnehmenden Schulen für die zu leistenden Arbeiten so genannte „Anrechnungsstunden“, die etwa der Arbeitsleistung von 1,2 Lehrkräften entsprechen. Di e Anrechnungsstunden werden nach Aufwand auf verschiedene Lehrkräfte der Schule verteilt, die wesentliche Aufgaben im innerschulischen ProReKo-Prozess übernehmen. Ausserdem wird vom Land ein finanzieller Zuschuß zum Schuletat gegeben, damit die schulischen Arbeitsgruppen ggf. auch externen Sachverstand für ihre Arbeit „einkaufen“ können.
 
An vielen sind ProReKo Schulen so genannte EFQM Assessoren ausgebildet worden, die das schulische Qualitätsmanagement unterstützen sollen. Diese finanzielle wie personelle Unterstützung ist notwendig und wird auch an unserer Schule dringend benötigt. ProReKo hat sich als wirklich „große Baustelle“ herausgestellt, auf der aber schon einige wichtige Pfeiler stehen und das Gebäude „Multi-Media Berufsbildende Schulen als das regionale Kompetenzzentrum für IT- Berufe, Medienberufe und Fachoberschulen“ in der Region Hannover erkennen lässt.
 
Bernd Strahler, 23. Juni 2006

ProReKo
Drei Jahre ProReko – Was ist noch zu tun?
 
Die MM-BbS ist seit drei Jahren auf dem Weg zu einem regionalen Kompetenzzentrum. Was ist also anders in der MM-BbS im Vergleich zu anderen berufsbildenden Schulen? Eine andere Schulverfassung soll zum Beispiel die Einflussnahme der so genannten „Stakeholder“ stärken, also aller Gruppen, die für die Existenz und die Entwicklung der MMBbS wichtig sind.
 
Dazu gehören neben den Schülern vor allem die Ausbildungsbetriebe. Im Inneren werden die Lehrerteams gestärkt durch eine höhere Verantwortung für die zu betreuenden Bildungsgänge. Ein Schulvorstand beschließt Maßnahmen und ein geschäftsführender Schulvorstand setzt sie um. Damit sollen schulische Gremien wie die Gesamtkonferenz durch tragfähigere Verfahren der innerschulischen Strategiediskussion und Konsensbildung ersetzt werden. Die MM-BbS erstellt jedes Jahr einen Bericht, der die wesentlichen Ergebnisse in didaktischen, finanziellen und schulorganisatorischen Fragen für alle Interessierten offen legt rund dokumentiert. Sehen Sie dazu auch die Dokumentation auf der Homepage (www.mmbbs.de) und die Artikel in den vergangenen ExpoPlaza-3-Ausgaben. Ein jährliches Strategieseminar des Schulvorstandes stellt wichtige Ziele heraus und betrachtet das abgelaufende Jahr. Viele Ziele von ProReKo sind an der MM-BbS bereits identifiziert und umgesetzt, manche harren noch ihrer Verwirklichung. Im Rahmen der weiteren Arbeiten in ProReKowerden auch die innerschulischen „Geschäfts“-Prozesse dokumentiert und optimiert. Aber darüber mehr in einer der nächsten Ausgaben von ExpoPlaza 3.
 
Bernd Strahler, 29. September 2006

ProReKo
Modellierung und Reorganisation von Geschäftsprozessen
Die Organisation und Evaluation von Geschäftsprozessen wird auch an berufsbildenden Schulen immer wichtiger. An der MM-BbS wird nach dem ARIS-Konzept (Architektur integrierter Informationssysteme) von Prof. Scheer gearbeitet. Kern des ARIS Gedankens ist es, alle wesentlichen Daten und Informationen eines Betriebes (oder hier der MMBbS) in einer integrierten Darstellung zusammenzufassen und die Entwicklung von betrieblichen Informationssystemen zu ermöglichen. ARIS stützt sich hauptsächlich auf seine eigene Vier-Sichten-Architektur (ARIS-Haus). Diese vier Sichten sind die Organisations-, Daten-, Steuerungs- und Funktionssicht auf einen Prozess. Die Einteilung in Sichten erfolgt unter anderem, um die Komplexität des Modells in vier Facetten aufzubrechen und so die Prozessmodellierung einfacher zu
gestalten. ARIS an der MM-BbS wird unterrichtlich in den IT-Berufen behandelt. Darüber hinaus wird im Rahmen der Wahlpflichtkurse eine Zusatzqualifikation durch den Kollegen StR Dr. Gaida gemeinsam mit der IDS Scheer AG für interessierte Auszubildende als zertifizierbare Sonderleistung angeboten und umgesetzt. Neben der unterrichtlichen Behandlung kann die Geschäftsprozessanalyse auch eine Methode zur Reorganisation von berufsbildenden Schulen sein: Die MM-BbS in Hannover nehmen am Landesmodellversuch ProReKo (Projekt Regionales Kompetenzzentrum) teil.
 
Kernprozesse


Insgesamt ca. 120 Lehrkräfte, davon viele direkt aus der IT-Wirtschaft und ca. 2500 SchülerInnen in den IT- und Medienberufen und den affinen Vollzeitschulen sind an der MM-BbS tätig. Alle teilnehmenden berufsbildenden Schulen müssen im Rahmen der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems nach EFQM (European Foundation for Quality Management) ihre Prozesse erheben, dazu gehören neben Kernprozessen (z.B. Unterrichtsprozesse) auch Unterstützungs- und Führungsprozesse. Die Methode ARIS wird hier eingesetzt, um allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einerseits die Abläufe innerhalb der Schule zu verdeutlichen und zu optimieren und einen unmittelbaren Zugriff auf alle mitgeführten Dokumente und Informatiksysteme der MM-BbS zu gewährleisten. So sind z. B. alle Organisationseinheiten abgebildet. Aus den weiteren mitgeführten Daten können alle berechtigten Nutzer die genauen Aufgaben der Personen und ggf. weitere Informationen entnehmen. Es werden wichtige Prozesse der Schule wie „Zeugnisse organisieren und erstellen“ bereits in ARIS modelliert und dokumentiert. Dies ist angesichts einer – im Unterschied zum allgemein bildenden Schulwesen – großen Fülle von unterschiedlichen Schulformen und Zeugnisvarianten sehr differenzierten Zeugniserstellung für die Lehrkräfte ebenso interessant wie „nutzensteigernd“, und damit die schulische Qualität optimierend. In der Zukunft ist durch die Orientierung an Outputgrößen und Kennzahlen, die vom niedersächsischen Kultusministerium zur Globalsteuerung im Rahmen von ProReKo erprobt werden, mit einer weiteren
Integration von IT-Umgebungen in das administrative Schulmanagement zu rechnen.
 
Bernd Strahler, 10. November 2006